Seminarnummer: 6.1.88

„Et hätt noch immer joot jejange“ – und wenn nicht? Sicherheitsplanung für (Groß-)Veranstaltungen - Aufbauseminar

Termine:

22.06.2022 09:30-16:00, Boppard

abgelaufen


Zielgruppe:

Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommunaler Verwaltungen, die im Bereich der Sicherheitsplanung als Veranstalter / Genehmigungsbehörden / Betreiber für Veranstaltungen tätig sind oder aus anderen Zusammenhängen mit der Problematik in Berührung kommen wie z.B.
• Ordnungsamt
• Stadtmarketing-Abteilungen
• Bauordnungsamt und Vorbeugender Brandschutz
• Kultureinrichtungen
• Veranstaltungsabteilungen
• Abwehrender Brandschutz: Berufsfeuerwehr und Freiwillige FW
• Katastrophenschutz / OrgL / Sanitätsdienst

Seminarziel:

Es ist ein Merkmal dieser Zeit, dass große Feste im besten Fall vor allem über das definiert werden, was nicht passiert ist. Drastisch ansteigende Hasskriminalität, abstrakt erhöhte Terrorgefahren, gewaltbereite Extremisten und mittlerweile Pandemien sind Stichworte, die auch im Zusammenhang mit Veranstaltungen immer häufiger genannt werden. Kommunale wie kommerzielle Veranstalter sind gefordert, sich auch auf derartige Ereignisse vorzubereiten und bei ihrer Sicherheitsplanung zu beachten. Hochkomplexe Vorgänge wie Abbruch, Absage, Räumung stehen im Fokus „ganz normaler“ Veranstaltungsformate und verunsichern zum Teil Veranstalter wie auch die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Auch wenn es eine hundertprozentige Sicherheit nicht gibt: Gäste und die, die hinter den Kulissen arbeiten, sollten sich darauf verlassen können, dass ihnen ausreichend Sicherheit gewährleistet wird.
Der in Rheinland-Pfalz ab April 2021 umgesetzte § 26 – „Gefahrenvorsorge und Gefahrenabwehr bei öffentlichen Veranstaltungen unter freiem Himmel“ aus dem Polizei- und Ordnungsbehördengesetz (POG) wird aufgegriffen und detailliert erläutert, was der Gesetzgeber meint, wenn im Sicherheitskonzept insbesondere die Gefährdungsgrade einschließlich der Sicherheitsmaßnahmen, die Kommunikationswege und die Mindestzahl der Kräfte der Ordnungsdienste oder der Wachpersonen festzulegen sind.
Aufbauend auf den Inhalten des Grundlagenseminars stehen im Aufbauseminar die eigenen Sicherheitskonzepte wie auch die detaillierte Beschäftigung mit möglichen Gefahrenquellen und Lösungsansätzen zu Abläufen von Räumung oder Abbruch anhand individueller Szenarienübungen sowie ein intensiver Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt.

Seminarinhalte:

Die Vorfälle zulasten der Besuchersicherheit in der Vergangenheit regen erneut viele Fragen an: Wie sehr kann man Besucher, Mitwirkende und Mitarbeiter schützen? Gibt es konkrete Abbruchpläne, bei denen alle Beteiligten wissen, wer welche Verantwortung hat, welche Entscheidungen und Maßnahmen zu treffen sind und welche Informationen an wen weitergehen? Muss man grundsätzlich Veranstaltungen im Freien bei Extremwetter schließen oder gehört die Wahrscheinlichkeit solcher Ereignisse zum „normalen“ Lebensrisiko? Eine generelle Antwort auf diese Fragen gibt es nicht und die Sicherheitsplanungen sind so individuell wie der Ort und der Zeitpunkt an dem Veranstaltungen stattfinden.
Im Aufbauseminar geht es zentral um:
• Gefahrenquellen und Szenarienarbeit – wie funktionieren Räumung, Abbruch, Absage bei extremen Wetterereignissen, Stromausfall, Polizeilagen, Brand, ...?
• Hohe Personendichten – wann wäre voll zu voll?
• ‚Suboptimale‘ Veranstaltungsfläche – wie geeignet sind historische Straßenzüge und Plätze oder Park- und Uferflächen als Eventlocation?
• Notfallpläne und Krisenmanagement – wie handlungs- und widerstandsfähig ist Ihre Organisation für Konflikte, Krisen oder Katastrophen aufgebaut?
• Veranstaltungsleitung – wer hat - auch behördenübergreifend - welche Rollen, Aufgaben und Zuständigkeiten?
• Der neue § 26 POG – was bedeutet das konkret für Ihre Arbeit?

Methodik:

Zum Einstieg in die verschiedenen Thematiken gibt es jeweils einen Input der Seminarleiterin, danach die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Antwor-ten zu bekommen, von Seiten der Seminarleiterin und im kollegialen Aus-tausch. Dazu jede Menge interessante Arbeitspapiere sowie Übungen und Fallbeispiele aus der Praxis mit Tipps, Tricks und Trends zu aktuellen The-men der Sicherheitsplanung

Hinweis:

Nutzen Sie die Zeit der Veranstaltungssperren, um mithilfe der Seminare Ihre bestehenden Konzepte zu hinterfragen, weiter zu entwickeln und die Sicherheitsplanung entsprechend der aktuellen Rechtslage dafür fortzuführen!

zur Zeit kein Seminartermin

als Inhouse-Schulung anfragen
Dauer:

9.30 Uhr-16.00 Uhr

Gebühr:

Mitglieder Kommunal-Akademie und Landesverwaltung RP:  229,22 €
Sonstige:  268,22 €

Preisangaben inkl. der gesetzlichen MwSt.

Anmeldung erwünscht bis:

1 Monat vor Seminarbeginn

(Termin zur Entscheidung einer Seminardurchführung)

AP für Landesbedienstete:

Daniela Breitbach
Anja Wollenweber

bts-fortbildung@hoev-rlp.de Telefon 02651/983-198
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