Seminarnummer: 3.5.48

Wie lässt sich das Insolvenzrisiko minimieren?

Präventive Maßnahmen der kommunalen Praxis, um den denkbaren Forderungsausfall zu reduzieren.

In Zusammenarbeit mit dem Fachverband der Kommunalkassenverwalter RLP

Termine:

29.11.2022 09:30-16:00, Boppard

buchbar


Zielgruppe:

Kommunale Sachbearbeiter/innen der Kasse oder der veranlagenden bzw. budgetverwaltenden Stellen, Entscheider, Budgetverantwortliche, Controller.

Seminarziel:

Den Teilnehmer/innen soll zunächst ein Gespür für die große Bedeutung der Forderungsfestsetzung schon im Hinblick auf das später immer denkbare Insolvenzrisiko des Schuldners vermittelt werden. Sodann gilt es die Bedeutung besonderer Forderungsarten zu vermitteln. Daraus folgend werden Handlungsoptionen dargestellt, insbesondere in Bezug auf Stundungs- oder auch Vollstreckungssituationen sowie teilweise in Bezug auf moderne Bezahlverfahren. Auch Fragen der (bilanziellen) Forderungsbewertung werden aus der insolvenzrechtlichen Perspektive angeschnitten.

Seminarinhalte:

Um ein Gespür im vorbeschriebenen Sinne zu entwickeln, sind insbesondere die Insolvenzanfechtungstatbestände zu erläutern. Sodann sind Fragestellungen dergestalt zu behandeln, ob bzw. wie bei Stundungsanträgen aus insolvenzrechtlicher Sicht verfahren werden sollte. Dabei ist insbesondere auf die besonderen Forderungsarten der Bußgelder oder zu Ansprüchen aus unerlaubter Handlung wie aus Steuerhinterziehung oder Unterhaltsnichtgewährung einzugehen.
Ist es zudem ratsam, wenn der Vollstreckungsbeamte lediglich Beträge regelmäßig wiederkehrend vor Ort "abholt", anstatt ggf. umgehend effektive Vollstreckungsmaßnahmen zu ergreifen? Wie lassen sich die Konsequenzen mit dem Gebot der gütlichen Erledigung des Vollstreckungsauftrages vereinbaren? In diesem Zusammenhang sind die besonderen Vollstreckungsmöglichkeiten in Bezug auf Bußgelder sowie Ansprüche aus unerlaubter Handlung hervorzuheben.
Lässt sich im konkreten Fall ggf. das Bargeschäftsprivileg des § 142 InsO vereinbaren, um Insolvenzanfechtungstatbeständen kategorisch auszuweichen? Kann dies zulässig sein?
Abschließend soll angesprochen werden, in welchen Konstellationen das Auflaufen von Rückständen generell, d. h. schon kassenrechtlich im Vorfeld von Insolvenzverfahren, vermieden werden könnte (ggf. auch durch Bereitstellung moderner Bezahlverfahren). Am Rande sind dabei immer auch Auswirkungen auf die Buchhaltung (insbesondere zur Werthaltigkeit der Forderungen) zu erwähnen.

Methodik:

Folienvortrag, Diskussion, Übungen

Hinweis:

Dieses spezielle Seminar wurde in den letzten Jahren als besonders nutzbringend eingestuft. Es fasst Tipps und Tricks langjähriger Erfahrungen mit Insolvenzverfahren und Buchführungsproblematiken (z. B. auch zum Jahresabschluss) kompakt zusammen.

29.11.2022, Boppard
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Dauer:

9.30 Uhr-16.00 Uhr

Gebühr:

Mitglieder Kommunal-Akademie und Landesverwaltung RP: 189,22 €
Sonstige: 228,22 €

Preisangaben inkl. der gesetzlichen MwSt.

Anmeldung erwünscht bis:

1 Monat vor Seminarbeginn

(Termin zur Entscheidung einer Seminardurchführung)

AP für Landesbedienstete:

Daniela Breitbach
Anja Wollenweber

bts-fortbildung@hoev-rlp.de Telefon 02651/983-198
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